Callcenter-Beschäftigte bekommen mehr Geld

Die Beschäftigten des Callcenter-Betreibers Walter Services haben sich mit dem Unternehmen auf einen Grundlohn von 7,50 Euro pro Stunde geeinigt.

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  • dpa

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Beschäftigten des Callcenter-Betreibers Walter Services mit dem Unternehmen auf einen Grundlohn von 7,50 Euro pro Stunde geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung sei zwischen dem Telefondienstleister und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di getroffen worden, teilte das Unternehmen mit. Der neue Tarifvertrag schaffe "einheitliche Vergütungsstrukturen" für alle 15 deutschen Standorte mit insgesamt rund 8000 Mitarbeitern – auch für Sonntags- und Nachtarbeit. Ursprünglich hatte der Grundlohn Gewerkschaftsangaben zufolge in den alten Bundesländern bei 6,64 Euro pro Stunde, in den neuen Ländern bei 5,11 Euro pro Stunde gelegen.

Mit dem Abschluss sei es gelungen, bei den branchenunabhängigen Callcentern erstmals mit Walter Services eine tarifliche Mindestvergütung zu vereinbaren. "Daran werden sich jetzt andere Callcenter-Betreiber messen lassen müssen", hieß es im Unternehmen. Ver.di und Walter Services hatten mehr als sieben Monate verhandelt. Für ihre Forderungen waren die Mitarbeiter auch auf die Straße gegangen. Zu den Kunden von Walter Services gehören 1&1, AOL, O2 und Kabel BW. (dpa) / (anw)