Dialer-Hersteller kassiert 0190-0-Rechnungen selbst
Der Dialer-Hersteller eops ĂĽbernimmt seine Forderungen fĂĽr 0190-0-GebĂĽhren vom Hamburger Netzbetreiber HanseNet.
Der Dialer-Hersteller eops übernimmt seine Forderungen für 0190-0-Nummern von HanseNet. Der Hamburger Netzbetreiber hatte die teilweise sehr teuren Servicerufnummern an eops weitervermietet und die angefallenen Gebühren von Kunden eingetrieben. Jetzt übernimmt eops das Inkasso noch ausstehender Beträge und will künftig auch Reklamationen zu strittigen Abrechnungen beantworten.
Es gebe unberechtigte Forderungen, bestätigte eops-Sprecherin Corinna Andres gegenüber heise online. Man verfüge über die notwendigen Daten, um rechtmäßig eingeforderte Beträge von unrechtmäßigen Forderungen zu unterscheiden. Es würden nicht nur offene, sondern auch bereits beglichene Abrechnungen überprüft. Kunden, die unberechtigte Forderungen bezahlt haben, sollen ihr Geld zurückbekommen, sagte Andres.
Der eops-Dialer X-Diver hat über 0190-0-Nummern Kosten von bis zu 300 Euro pro Anruf verursacht. Zunächst hatte sich eops auf seine Rolle als Weiterverkäufer berufen und von unseriösen Anbietern distanziert. Später vermarktete eops den X-Dialer nur noch mit Nummern, bei denen maximal 25 Euro pro Einwahl anfallen. HanseNet hat den Vertrieb von frei tarifierbaren 0190-0-Nummern ganz eingestellt. (ad)