Microsoft bleibt wertvoll
Alle ausstehenden Microsoft-Aktien haben einen Wert von 262 Milliarden US-Dollar -- so viel wie die keines anderen Unternehmens an US-amerikanischen Börsen.
Microsoft 262 Milliarden, General Electric 241 Milliarden, Wal-Mart 238 Milliarden, Exxon Mobil 233 Milliarden -- so lautet die aktuelle Reihenfolge der wertvollsten US-amerikanischen Unternehmen und so viel US-Dollar müsste jeweils jemand hinblättern, um alle ausstehenden Aktien einzukaufen. Das haben die Marktexperten von Dow Jones Newswires nachgerechnet.
General Electric und Microsoft lieferten sich in letzter Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Elektrikonzern hatte in den 90er Jahren die längste Zeit die Nase vorn, musste aber in diesem Jahr einen Wertverlust von 40 Prozent pro Aktie auf 24 US-Dollar hinnehmen. Microsoft verlor in diesem Jahr auch, und zwar 26 Prozent pro Aktie auf nunmehr 49 US-Dollar. Ein Spiegelbild der Konjunktur: 1999 lag der Gesamtwert der Papiere jedes der beiden Unternehmen zeitweise sogar über der 500-Milliarden-Grenze, Microsoft bis zum Ende des Jahres sogar bei 624 Milliarden US-Dollar. Allein am 3. April 2000, als ein Gericht befand, Microsoft betreibe Monopolmissbrauch, verlor das Redmonder Unternehmen 80 Milliarden US-Dollar.
Also zeigt sich die Microsoft-Aktie nun nicht mehr so wertvoll wie einst. Kritiker halten die Ermittlung des Marktwertes, bei der die Zahl aller von einem Unternehmen ausgegebenen Wertpapiere mit dem Aktienkurs multipliziert wird, ohnehin für reine Zahlenspielerei. Sie lasse keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Wert zu. (anw)