Ein Lichtblick für WorldCom

Der Konkursrichter genehmigt dem angeschlagenen Telecom-Riesen Neukredite in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar.

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WorldCom-Finanzchef John S. Dubel sieht sein Unternehmen einen wichtigen Schritt machen, um aus dem Konkursverfahren nach Chapter 11 mit "gesunden Finanzen" herauszukommen. Grund für seine Zuversicht ist die Zustimmung des Richters am U.S. Bankruptcy Court for the Southern District of New York zu einer Debtor-in-Possession-Finanzierung in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar.

Das Finanzierungsmodell ist in Konkursverfahren nach Chapter 11 in den USA üblich. Da überschuldeten Unternehmen oft ausreichende finanzielle Mittel zur Fortführung der Geschäfte fehlen, werden mit Banken und anderen Geldgebern Neukredite vereinbart. Ihre Rückzahlung hat Vorrang vor allen anderen Gläubigerforderungen. Ursprünglich wollte WorldCom auf Kredite in einer Gesamthöhe von 2 Milliarden US-Dollar zugreifen.

WorldCom hat insgesamt 7,2 Milliarden US-Dollar Falschbuchungen gestanden, einige Mitarbeiter wurden deshalb verhaftet und haben teilweise ihre Schuld zugegeben. Unter einem Schuldenberg von 41 Milliarden US-Dollar beantragte der Telecom-Riese und IP-Carrier am 21. Juli Gläubigerschutz. (anw)