Compaq zahlt Anlegern Schadensersatz
Nach einem vier Jahre dauernden Verfahren hat sich das mit Hewlett-Packard fusionierte Unternehmen mit Aktieninhabern geeinigt, die sich durch Compaqs Informationspolitik geprellt fĂĽhlten.
Vor vier Jahren fühlten sich Inhaber von Compaq-Aktien von ihrem Unternehmen verprellt. Sie verklagten den IT-Riesen, weil er wichtige Informationen zurückgehalten und dadurch den Aktienkurs künstlich hoch gehalten haben soll. Nun haben sich Compaq und die Aktieninhaber nach einem Schlichtungsprozess, der vor drei Monaten begann, geeinigt: Anleger, die ihre Compaq-Papiere zwischen dem 10. Juli 1997 und 6. März 1998 aus ihrer Sicht überteuert erwarben, bekommen zusammen 28,6 Millionen US-Dollar Schadensersatz, berichten US-amerikanische Medien.
Die Kläger hatten Compaq vorgeworfen, bei der Präsentation einer Quartalsbilanz, die Umsatz- und Gewinnzuwachs auswies, verschwiegen zu haben, dass darin bereits erwartete Verkäufe aus künftigen Quartalen berücksichtigt waren. Die Firmenspitze habe 1997 bewusst so gehandelt, um Aktien zu überteuerten Preisen verkaufen zu können. Compaq -- nun unter dem Dach von Hewlett-Packard -- zahlt zwar jetzt, ließ aber durch einen Anwalt mitteilen, dass es sich dabei nicht um ein Schuldeingeständnis handelt. Der Vergleich benötigt richterliche Zustimmung; der Gerichtstermin ist im November. (anw)