Vorläufige Insolvenzverwalter für PixelNet und ORWO eingesetzt
Rechtsanwalt Volkhard Frenzel und sein Kanzleikollege Nikolaus Schmidt sind am Donnerstag vom Amtsgericht Dessau als vorläufige Insolvenzverwalter eingesetzt worden.
Rechtsanwalt Volkhard Frenzel und sein Kanzleikollege Nikolaus Schmidt sind am Donnerstag vom Amtsgericht Dessau als vorläufige Insolvenzverwalter für die PixelNet AG und deren Tochter ORWO Media eingesetzt worden. Ziel sei es, den traditionsreichen Standort der Fotobranche in Wolfen zu erhalten, teilt der Pressebeauftragte Lothar Schwarz mit.
Beide Unternehmen hatten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Anträge auf Insolvenzverfahren gestellt, nachdem bereits vergangene Woche die PixelNet-Tochter Photo Porst diesen Schritt gehen musste. Photo Porst kann dadurch nicht Darlehen wie vorgesehen an die Muttergesellschaft zurückführen.
Die Verwalter haben nach den Angaben sofort Maßnahmen zur Fortführung des laufenden Betriebes eingeleitet. Dazu gehören Marketingaktivitäten und Kundenwerbung für das digitale Kompetenzzentrum und das Fotogroßlabor in Wolfen. Sicher gestellt sei die Einhaltung der bestehenden Kooperationsverträge. Jeder Auftrag werde innerhalb der bisher bekannten Lieferzeiten bearbeitet und an die Kunden versandt, heißt es.
Ein zweiter Schwerpunkt sei die rasche Auszahlung ausstehender Löhne und Gehälter für den Monat Juni im Rahmen der Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes. Dazu wurden Gespräche mit Banken und den zuständigen Arbeitsämtern aufgenommen.
Die PixelNet AG hatte den Foto-Filialisten Photo Porst Anfang 2001 mit rund 1100 Mitarbeitern übernommen. PixelNet gilt als Spezialist für Papierabzüge von digital aufgenommenen Fotos. Die Firma wurde vor gut zwei Jahren am Traditionsstandort der deutschen Filmindustrie in Wolfen gegründet und war im Juni 2000 am Neuen Markt an der Frankfurter Börse gestartet. (dpa) / (anw)