Datev will neue Geschäftsfelder erschließen

Das Softwarehaus konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4 Prozent steigern.

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Mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder will das Softwarehaus Datev seine Marktposition ausbauen. "Die Datev muss sich weiter wandeln", sagte Vorstandschef Dieter Kempf am Freitag in Nürnberg. Als Beispiele nannte er die Bereiche Consulting und elektronischer Geschäftsverkehr sowie neue Outsourcing-Modelle.

Im vergangenen Jahr steigerte die Genossenschaft ihren Umsatz um vier Prozent von 529 Millionen auf 548 Millionen Euro, das ist laut Datev der höchste Zuwachs seit 1994. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 7 Millionen Euro auf 31 Millionen Euro, die als genossenschaftliche Rückvergütung fast vollständig an die Mitglieder ausgeschüttet werden. "Auf das Ergebnis sind wir besonders stolz, denn wir hatten einige Kostenblöcke wie die Euro-Einführung zu verkraften", so Kempf.

Der Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte erwirtschafte nur noch 46 Prozent des Umsatzes mit seinem Rechenzentrum als dem "klassischen" Geschäftsfeld. Dagegen stiegen die Umsätze für Software und Dienstleistungen deutlich an.

"2001 war ein Jahr profitablen Wachstums", sagte Kempf. Für dieses Jahr erwartet er einen Umsatzzuwachs um weitere drei Prozent bei einem etwas niedrigeren Ergebnis. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Datev mit 284,6 Millionen Euro Umsatz, im ersten Halbjahr 2001 waren es 276,5 Millionen Euro. Zum Jahresende 2001 beschäftigte die Genossenschaft 5255 Mitarbeiter, 172 mehr als ein Jahr zuvor. Ihr gehörten zu dem Zeitpunkt 38.668 Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte an.

Nach Kempfs Worten forciert Datev weiterhin die digitale Signatur als rechtsgültige Unterschrift im elektronischen Rechts- und Geschäftsverkehr. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte hätten dafür zunehmend Bedarf. Daneben habe das Unternehmen auch "die andere Seite" im Blick: Gerichte, Finanzämter und Versicherungen. (anw)