Weniger Geld für Beschäftigte bei Fujitsu Siemens

Bis zum Jahresende will Europas größter Computerhersteller dadurch 15 Millionen Euro eingesparen.

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  • dpa

Fujitsu Siemens streicht seinen 7800 Beschäftigten wegen der anhaltenden Branchenflaute einen Teil des Gehalts. Bis zum Jahresende sollen dadurch 15 Millionen Euro eingespart werden, sagte Konzernchef Adrian von Hammerstein dem Handelsblatt . "Ziel ist es, mit dem Sparprogramm die Konjunkturkrise zu überbrücken." Die nach Tarif bezahlten Mitarbeiter sollen künftig bis zum Jahresende pro Woche zwei Stunden weniger arbeiten und entsprechend weniger verdienen. Die außertariflich bezahlten Mitarbeiter sollen auf bis zu 40 Prozent der variablen Einkommensbestandteile und bis zu 10 Urlaubstage verzichten.

Zwei Drittel der Einsparsumme werde so von den außertariflich bezahlten Mitarbeitern getragen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Betriebsvereinbarung sei von den Arbeitnehmervertretern unterzeichnet worden. Betriebsbedingte Kündigungen müssen die Beschäftigten nach Angaben von Hammerstein während der Laufzeit der Vereinbarung nicht befürchten.

In einem Brief an die Belegschaft hat von Hammerstein nach Informationen der Financial Times Deutschland alle Mitarbeiter zum Sparen aufgefordert: "Vermeiden Sie bitte alle Ausgaben, die jetzt nicht zwingend für den Geschäftserfolg notwendig sind."

Eine Verbesserung der Situation in der Computerbranche ist nach Ansicht von Hammerstein nicht absehbar. "Ein Aufschwung ist im Moment nicht in Sicht", sagte er in dem Interview. Es sei völlig offen, ob die Wirtschaft im zweiten Halbjahr oder erst im kommenden Jahr anspringt. Dennoch wolle Fujitsu Siemens in diesem Geschäftsjahr besser abschneiden als der Markt. Ob das angestrebte Ziel von fünf Prozent Umsatzwachstum erreicht werde, sei aber noch nicht klar.

Im Geschäftsjahr 2001/02, das 31. März endete, hatte Fujitsu Siemens einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro gegenüber 5,9 Milliarden Euro im Vorjahr erwirtschaftet. Erstmals seit der Gründung im Jahr 1999 erzielte das Unternehmen einen Gewinn. Vor Steuern lag das Ergebnis bei 29 Millionen Euro. Im voran gegangenen Geschäftsjahr war noch ein Verlust von 71 Millionen Euro entstanden. (dpa) / (anw)