Mannesmann-Affäre: Generalstaatsanwalt sieht Ablenkungsmanöver

Der Düsseldorfer Generalstaatsanwalt Lothar Sent widerspricht dem Vorwurf, er habe Dienstgeheimnisse verletzt.

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  • dpa

Der Düsseldorfer Generalstaatsanwalt Lothar Sent hat die gegen ihn in der Mannesmann-Affäre erhobenen Vorwürfe als Ablenkungsmanöver bezeichnet. Der Behördenleiter könne die ihm vorgeworfene Verletzung von Dienstgeheimnissen gar nicht begangen haben, da ihm die entsprechenden Dokumente erst nach der Veröffentlichung zugegangen seien, teilte ein Sprecher Sents am Freitag mit.

Die Kölner Generalstaatsanwaltschaft prüft derzeit den Vorwurf gegen Sent. Er soll Interna über die Ermittlungen gegen den Ex- Mannesmann-Chef Klaus Esser vorab an Journalisten verraten haben. Ein Verteidiger von Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser hatte deswegen vor knapp einem Jahr Strafanzeige erstattet.

Die Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach hatte in der Angelegenheit ermittelt, das Verfahren aber im November vergangenen Jahres eingestellt. Dagegen hatte der Rechtsanwalt wenige Wochen später Beschwerde eingelegt. Gegen Esser wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone soll der Manager rund 30 Millionen Euro erhalten haben. (dpa) / (anw)