MobilCom-Gründer Schmid will einlenken
Eine Einigung zwischen dem gebeutelten Telecom-Unternehmen MobilCom, Großaktionär France Telecom und Firmengründer Gerhard Schmid steht offenbar unmittelbar bevor.
Eine Einigung zwischen dem gebeutelten Telecom-Unternehmen MobilCom, Großaktionär France Telecom und Firmengründer Gerhard Schmid steht offenbar unmittelbar bevor. Wie der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe berichtet, haben sich der Ex-MobilCom-Chef und der Unterhändler Dieter Vogel vergangene Woche auf einen Weg zur Rettung von MobilCom verständigt.
Danach soll bereits in den nächsten Tagen ein Vorvertrag unterzeichnet werden, in dem sich France Telecom verpflichtet, rund 7,5 Milliarden Euro Verbindlichkeiten von MobilCom zu übernehmen, will das Magazin erfahren haben. France Telecom hatte allerdings bereits betont, kein weiteres Geld in die deutsche Telekommunikationsfirma investieren zu wollen; der von Schulden geplagte französische Konzern will auf keinen Fall seine Bilanz zusätzlich belasten. Bislang war davon die Rede, dass eine Vereinbarung mit France Telecom die MobilCom um 6,8 Millairden Euro entlasten könnte.
Für den Fall, dass die Franzosen zu ihren bisherigen Zusagen stehen, willige Schmid ein, dass bereits am 30. Oktober eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen wird, um den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen. Auf die vertraglich zugesicherte Übernahme seines Aktienpakets durch die Franzosen will Schmid für den Fall einer gütlichen Einigung verzichten, heißt es in dem Bericht.
Allerdings fordert Schmid dafür, dass sich France Telecom in Zukunft bei MobilCom heraushält. Dies forderte der Unternehmensgründer schon Ende vergangener Woche: "France Telecom hat kein Interesse und keine Verantwortung mehr für MobilCom", ließ er eine Sprecherin ausrichten. Die Franzosen haben aber offensichtlich nach den ewigen Zwistigkeiten um MobilCom sowieso kein großes Interesse mehr an der Firma und sind vor allem darauf aus, möglichst glimpflich aus ihrem einst groß gefeierten Engangement in Deutschland herauszukommen. (jk)