IBM-Produkte sollen freie Software schmieden
VA Software will als neuer Marketing-Partner von IBM sein Open-Source-Portal SourceForge in Zukunft mit IBMs Datenbank DB2 und dem J2EE-Anwendungs-Server Websphere betreiben.
VA Software, frĂĽher einmal als VA Linux Systems bekannt und ĂĽber OSDN unter anderem im Besitz der Newsportale Freshmeat und Slashdot, arbeitet kĂĽnftig eng mit IBM zusammen. Als neuer Marketing-Partner von Big Blue betreibt VA Software das Open-Source-Portal SourceForge in Zukunft mit IBMs Datenbank DB2 und dem J2EE-Anwendungs-Server Websphere, heiĂźt es in einer Mitteilung des Unternehmens aus Anlass der LinuxWorld in San Francisco.
Gleichzeitig will VA Software DB2 und Websphere als ideale Server-Umgebung für seine kommerzielle Distribution der SourceForge-Software anpreisen und hofft, auf diese Weise seinen Umsatz steigern zu können. VA Software hat nach eigenen Angaben DB2 nach einer Evaluierung verschiedener Datenbank-Systeme ausgewählt; unter den zur Auswahl stehenden Systemen waren neben DB2 die Oracle-Datenbank sowie die Open-Source-Produkte MySQL und PostgreSQL. Teil der Vereinbarung von VA Software mit IBM sind auch gemeinsame Marketing-Aktivitäten für SourceForge Enterprise Edition, DB2 und Websphere.
Zu den Open-Source-Projekten, die mit Hilfe der von SourceForge angebotenen Dienste entwickelt werden, gehört auch der freie J2EE-Application-Server JBoss, der mit IBMs Websphere konkurriert. Die Free Software Foundation hat unterdessen mit Savannah ein eigenes Entwickler-Portal nach dem Vorbild von SourceForge gegründet, das garantiert frei von kommerziellen Interessen bleiben soll. (kav)