Micron glaubt an Umsatzzuwachs
Im zweiten Halbjahr 2002 wird die Nachfrage nach PCs stark anziehen, prognostiziert der US-amerikanische Chip-Hersteller.
Im zweiten Halbjahr 2002 wird die Nachfrage nach PCs stark anziehen, glaubt der US-amerikanische Chip-Hersteller Micron. Auf einer Konferenz in London machten sich das Unternehmen, Investoren und Analysten gemeinsam Mut: Wegen der stärkeren Nachfrage sollen auch die Chippreise ansteigen und Micron aus der roten Zone helfen. Dabei beruft der Konzern sich auf Zahlen von IDC und der Banc of America.
Auf der Analystenkonferenz präsentierte Micron Zahlen, an denen deutlich wird, wie massiv die Wirtschaftsflaute auf den Konzern einwirkt. Zum Beispiel wird das Investitionsvolumen des Konzerns von 1,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr auf voraussichtlich 1 Milliarde US-Dollar in 2002 zurückgehen und damit um 300 Millionen US-Dollar unter dem Niveau des Jahres 2000 liegen. Für das kommende Jahr schätzt Micron einen Investitionsaufwand von 1,5 Milliarden US-Dollar.
Micron meldete im Juni den sechsten Quartalsverlust in Folge. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 452 Millionen US-Dollar Schulden. Vor kurzem bestätigte Micron-Chef Steven Appleton, weiter Interesse an einer Übernahme der DRAM-Sparte von Hynix zu haben. (anw)