Handy-Premieren bei Siemens

Siemens präsentiert seine neuen Mobiltelefone, darunter das MMS-Handy S55 und das UMTS-Modell.

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Mobilfunk-Hersteller Siemens zeigte in New York seine neuen Mobiltelefone erstmals der Ă–ffentlichkeit, darunter das MMS-Handy S55, das UMTS-Phone U10 und vier weitere Modelle fĂĽr den amerikanischen Markt.

Mit dem S55 will Siemens zur aktuellen Handy-Generation mit Farbdisplay und mehrstimmigen Klingeltönen aufschließen. Als Tribandgerät funkt es sowohl in den deutschen D- und E-Netzen, als auch im US-amerikanischen 1900-MHz-GSM-Band. Das kleine Farbdisplay mit einer Auflösung von 101 × 80 Pixeln stellt bis zu 256 Farben gleichzeitig dar. Zum S55 soll es eine aufsteckbare Digitalkamera geben, die sogar über einen eingebauten Blitz verfügt. Fotos lassen sich als Multimedia-Nachricht (MMS, Multimedia Messaging Service) oder als Anhang einer E-Mail versenden. Der integrierte E-Mail-Client kann POP3- und IMAP4-Server abfragen. Dank EMS (Enhanced Messaging Service) versendet das Handy Kurznachrichten mit angehängten Grafiken oder Klingeltönen.

Für schnelle Datenübertragung sorgt GPRS (General Packet Radio Service) der Multislot-Klasse 10. Damit kann das S55 Daten mit maximal 53,6 kBit/s empfangen und bis zu 26,8 kBit/s senden. Zum Notebook oder PDA nimmt es über einen Infrarot-Port oder per Bluetooth-Funk Kontakt auf. Auch Java gehört zu der Ausstattung des Handys. Siemens gibt eine Bereitschaftszeit von bis zu 300 Stunden und maximal 5 Stunden Sprechzeit an. Ab Dezember soll das S55 in die Geschäfte kommen. Einen Preis nannte Siemens bislang nicht.

Das UMTS-Handy U10 entspricht Motorolas UMTS-Modell A830, das Siemens in sein Repertoire übernommen hat. Es bietet ein großes Farbdisplay mit 176 × 220 Pixeln und 4.096 Farben, eine eingebaute Digitalkamera und MMS. Als Dual-Mode-Handy arbeitet es auch als Triband-GSM-Gerät, wenn kein UMTS-Funknetz zur Verfügung steht. Im GSM-Modus sorgt GPRS für den Datentransport. Mit anderen Endgeräten tauscht sich das U10 per IrDA- oder Bluetooth-Schnittstelle aus. Als Multimedia-Handy dient es als MP3-Player und zeigt auch Videos. Über einen Steckplatz für MultiMediaCards (MMC) lässt sich der Speicher erweitern. Die Bereitschaftszeit soll mindestens 100 Stunden und die Sprechzeit 1,5 Stunden betragen. Vor allem der UMTS-Betrieb belastet die Akkulaufzeit. Ab Dezember will Siemens Netzbetreibern erste Testgeräte liefern. Wann das U10 zu kaufen sein wird und wieviel es kostet, steht noch nicht fest. Der Kaufpreis dürfte sich jedoch am A830 orientieren: Motorola will für sein UMTS-Modell mit Kamera rund 1500 Euro verlangen. (rop)