Commerzbank und Hypo-Vereinsbank wollen ihre Online-Töchter verschmelzen
Die beiden Muttergesellschaften stehen schon seit Wochen in Verhandlungen ĂĽber eine Zusammenlegung der Online-Broker Direkt Anlage Bank und Comdirect, heiĂźt es in einem Zeitungsbericht.
Die Online-Broker Direkt Anlage Bank (DAB) und Comdirect steuern auf eine Fusion zu. Die beiden Muttergesellschaften Hypo-Vereinsbank und Commerzbank stehen schon seit Wochen in Verhandlungen über eine Zusammenlegung der Töchter. Das will das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfahren haben. Durch eine Verschmelzung entstünde einer der größten europäischen Broker mit über einer Million Kunden.
DAB Bank, Comdirect und Commerzbank wollten sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Metehan Sen, Analyst bei Sal. Oppenheim hält eine Fusion für sinnvoll, da das neue Unternehmen wegen der starken Synergien wahrscheinlich profitabel sein werde. Die drei großen deutschen Direktbroker Consors, DAB und Comdirect fuhren im vergangenen Jahr horrende Verluste ein. Sie haben deshalb strikte Sparkurse eingeschlagen.
Die Gespräche befinden sich laut dem Bericht in einem fortgeschrittenen Stadium; es müssten noch die finanziellen Details geklärt werden. Die Commerzbank sucht schon seit etwa einem Jahr nach einem Partner für ihre Online-Tochter Comdirect. Es müsse unter den großen drei bis fünf Online-Brokern eine Konsolidierung geben, auch um europäisch weiter expandieren zu können, sagte der Vorstandschef der Bank, Klaus-Peter Müller seinerzeit. Albrecht Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Hypo-Vereinsbank, hatte Anfang dieses Jahres Interesse an Consors geäußert. (anw)