Qwest mit starkem Umsatzrückgang

Das skandalgeschüttelte Unternehmen setzte im vergangenen Quartal rund eine halbe Milliarde US-Dollar weniger um.

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"Wir schaffen eine disziplinierte und effiziente Firma", sagt Qwest-Finanzchef Oren G. Shaffer. Bis zum Ziel dürfte es noch ein wenig dauern für das skandalgeschüttelte Unternehmen. Wegen stark rückläufiger Umsätze im dritten Quartal 2002 hat Qwest nämlich höhere Verluste verbucht. Die US-amerikanische Telefongesellschaft verzeichnete von Juli bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt einen Umsatzrückgang von 4,37 Milliarden US-Dollar auf 3,80 Milliarden US-Dollar (3,86 Milliarden Euro). Der Verlust erhöhte sich von 142 Millionen US-Dollar auf 214 Millionen US-Dollar oder 13 Cent je Aktie.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres verbuchte Qwest einen Umsatzrückgang um 15,9 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar. Der Verlust sank von 3,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf zwei Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 17,1 Milliarden Dollar, einschließlich der zum Verkauf stehenden Telefonbuch-Sparte QwestDex. Diese soll für sieben Milliarden Dollar an eine Gruppe von Investmentfirmen verkauft werden. Qwest erwartet außerdem Wertberichtigungen von insgesamt bis zu 40,8 Milliarden US-Dollar auf im Wert gefallene Investments, Telefonnetze und andere Vermögenswerte. Sie will auch rückwirkende Umsatzänderungen für Netzwerk-Tauschtransaktionen vornehmen.

Das Einzugsgebiet von Qwest erstreckt sich über 14 Bundesstaaten im Westen der USA. Das Unternehmen verfügt auch über ein großes internationales Breitbandnetz. Als Grund für die gesunkenen Einnahmen nannte Qwest den harten Wettbewerb und Preissenkungen in den Bereichen Daten- und Internet-Protokoll-Service. Im September musste das Unternehmen seine Bilanzen für die Jahre 2000 und 2001 um 950 Millionen US-Dollar korrigieren. (anw)