US-Regierung will Satelliten-TV-Fusion blockieren

Das US-Justizministerium und 23 US-amerikanische Bundesstaaten haben eine Klage gegen die geplante Fusion von Echostar und Hughes Electronics eingereicht.

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Das US-Justizministerium und 23 US-amerikanische Bundesstaaten haben eine Klage gegen die geplante Fusion der beiden Satelliten-TV-Firmen eingereicht. Die Echostar Communications Corp. will Hughes Electronics -- eine Tochter von General Motors -- fĂĽr knapp 26 Milliarden US-Dollar kaufen. Hughes kontrolliert die Satelliten-TV-Firma Dish Network mit 10,9 Millionen Kunden; Echostar hat 7,5 Millionen Satelliten-TV-Kunden.

"Die Fusion würde ein Monopol in den Gegenden schaffen, in denen kein Kabelfernsehen verfügbar ist. Sie würde den einzigen Wettbewerb für Millionen Haushalte beseitigen", führt der Leiter der Kartellabteilung des US-Justizministeriums Charles A. James in einer Mitteilung zur Begründung an. In vielen ländlichen Gebieten der USA gibt es nur Satelliten- und kein Kabelfernsehen. Die Federal Communications Commission (FCC) hat ebenfalls Einwände, weshalb sich Echostar dazu bereit erklärte, Frequenzen und Satelliten abzugeben.

Echostar-Chef Charles Ergen hob in einer Stellungnahme hervor, dass eine Fusion von Echostar und Hughes die beste Chance gegen steigende Kabelfernsehgebühren sei. Echostar werden alle Möglichkeiten überprüfen, um mit den Kabelgiganten zu konkurrieren. Angesichts des wahrscheinlichen Scheiterns der Fusion könnte Rupert Murdoch mit seiner News Corporation in absehbarer Zeit wieder aktiv werden, glauben US-Fernsehexperten. Er hatte sich lange um Hughes bemüht, ehe er von Echostar überboten worden war. (anw)