Führungswechsel bei ehemaliger Siemens-Sparte SEN

Der neue CEO des Telefonanlagen-Herstellers, Mark Stone, soll für einen zügigen Umbau des Unternehmens sorgen, heißt es in einem Zeitungsbericht.

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Der US-amerikanische Finanzinvestor The Gores Group, seit Oktober 2008 Mehrheitseigentümer von Siemens Enterprise Communications (SEN), hat den bisherigen CEO des Telefonanlagen-Herstellers Jim O'Neill durch den Gores-Manager Mark Stone ersetzt. Dieser hatte bisher den SEN-Aufsichtsrat geleitet. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll Stone für einen zügigen Umbau des Unternehmens sorgen. SEN gehört zu 51 Prozent Gores, die restlichen Anteile hält Siemens.

Die ehemalige Siemens-Sparte rechnet laut dem Bericht im laufenden Geschäftsjahr, das mit dem September endet, mit einem Umsatzrückgang von 15 Prozent. Voriges Jahr verzeichnete SEN einen Umsatzrückgang von 10 Prozent. Nur durch die Eingliederung zweier Firmen aus dem Gores-Portfolio sei der Umsatz von 3,2 Milliarden Euro gehalten worden. SEN stelle nun den direkten Vertrieb in einigen Ländern ein, stattdessen werde das Unternehmen verstärkt mit Partnern zusammenarbeiten, die SEN-Produkte vertreiben und den Service übernehmen sollen.

In den vergangenen neun Monaten sollen die US-Amerikaner die Strukturen bei SEN vereinfacht haben. Von den ehemals 18.000 Arbeitsplätzen fallen laut Bericht 7000 weg. Nach Angaben von Arbeitnehmervertretern seien in Deutschland rund 600 Mitarbeiter in Beschäftigungsgesellschaften gewechselt. (anw)