Großes Stift-Display für Profis: Wacom Cintiq Pro 27

Das Wacom Cintiq Pro 27 verspricht aktuelle Stift-Technik und Farbtreue auf einem neigbaren Monitor. Es reiht sich zwischen das 24- und 32-Zoll-Modell ein.

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(Bild: Bild: Wacom)

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Wacom möchte mit dem Stift-Display Wacom Cintiq Pro 27 professionelle Anwender wie Illustratoren, 3D-Modellierer und -Animatoren oder Spieleentwickler ansprechen. Damit deren Software nahtlos mit dem Display harmoniert, arbeitet der Hersteller mit Adobe, Autodesk, Corel, Pixologic und The Foundry zusammen.

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Das Gerät reiht sich mit seinem 27-Zoll-Display zwischen die Geschwister mit 24 und 32 Zoll ein. Der dünne 27-Zoll-Bildschirm soll allerdings weniger Platz beanspruchen als beim älteren Cintiq Pro 24. Nach Herstellerangaben bringt er UHD-Auflösung (3840 x 2160) in 10 Bit Farbtiefe bei 99-prozentiger AdobeRGB-Wiedergabe auf den Schirm. Er kommt mit den Siegeln „Pantone Validated“ und „Pantone SkinTone Validated“ und erfüllt damit die Standards des Farbenherstellers für präzise Darstellung menschlicher Hautfarben.

Das Display soll nahezu keine Parallaxe oder Latenz aufweisen. Das deckt sich mit den Testergebnissen von c't des Wacom Cintiq Pro 16. Die Bildwiederholfrequenz liegt laut Wacom bei 120 Hz und damit höher als bei früheren Modellen. An der Display-Rückseite sind wie bei den Vorgängern acht ebenfalls belegbare ExpressKeys angebracht. An den Rahmen kann man eine Ablagefläche beispielsweise für ein Smartphone anbringen.

Optional zum Cintiq bietet Wacom einen neuen Standfuß an. Ohne diesen braucht man eine Aufstellvorrichtung eines Drittanbieters; das Cintiq Pro 27 verfügt über eine Halterung nach dem Standard der VESA (Video Electronics Standards Association). Der Wacom-Standfuß des Cintiq lässt sich von flach bis steil über den Arm mit zwei Achsen kippen und in beiden Richtungen um 20 Grad drehen.

Wacom Ergo-Standfuß (7 Bilder)

Verschiedene Komponenten des Eingabestifts Pro Pen 3 lassen sich austauschen. So kann man ihm einen breiten oder schmalen Griff verpassen und die Tasten mit einer Plastikschale unschädlich machen. Die dafür nötigen Komponenten liefert Wacom mit. Wie zuvor löst der Stift Striche in 8192 Stufen auf und benötigt keine Batterien. Neigung soll er besser erkennen als das Vorgängermodell. Drei programmierbare Seitenschalter lassen sich mit Kurzbefehlen oder Funktionstasten belegen.

Darüber hinaus unterstützt das Cintiq Pro wie die Vorgänger Multitouch-Gesten, beispielsweise zum Zoomen. Das Cintiq ist mit macOS- und Windows-Gesten kompatibel. Unter Linux hängt es vom Programm ab, ob Multitouch unterstützt wird. Eine Taste am Display schaltet Multitouch ein oder aus.

Das Cintiq Pro 27 soll ab sofort im Wacom eStore und im Fachhandel erhältlich sein. Wacom gibt für das Stift-Display allein einen empfohlenen Verkaufspreis von 3850 Euro an. Der Wacom Ergo-Standfuß kostet zusätzlich 600 Euro. Im Paket sind beide für 4450 Euro erhältlich. Cintiq-Gehäuse und Standfuß bestehen laut Wacom zu über 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff. (akr)