Macworld Expo: Neue Her(t)zen für alte Macs

Eine stattliche Anzahl an schnelleren Prozessoren haben Sonnet und PowerLogix auf der zur Zeit in San Francisco stattfindenden Macworld Expo vorgestellt.

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Von
  • Andreas Beier

Eine stattliche Anzahl an schnelleren Prozessoren haben Sonnet und PowerLogix auf der zur Zeit in San Francisco stattfindenden Macworld Expo vorgestellt. Für die PowerMac-G4-Modelle mit AGP-Steckplatz (bis einschließlich der 2001er QuickSilver-Modelle) hat Sonnet Technologies die Prozessorkarte "Encore?/ST G4 1.2" entwickelt. Auf ihr arbeitet ein PowerPC 745x von Motorola alias G4 mit 2 MByte Level-3-Cache (Double Data Rate, DDR). Mit einem speziellen Einbau-Kit passt die Encore-Platine auch in einen Power Macintosh G4 Cube, Apples wenig erfolgreicher Design-Würfel.

Das Upgrade erkennt selbst, ob es in einem Rechner mit 100 oder 133 MHz Bustakt steckt und passt seine Einstellungen automatisch an. Es arbeitet sowohl unter Mac OS 9 als auch Mac OS X. Software für den Betrieb ist nicht notwendig, das Betriebssystem aktiviert den Cache ohne fremde Hilfe. In den USA kostet die "Encore?/ST G4 1.2" 800 US-Dollar, das Cube-Kit 30 US-Dollar. Deutsche Preise stehen noch nicht fest.

Gleich einen ganzen Strauß neuer Prozessorkarten stellte PowerLogix vor. Für die PowerMac-G4-Modelle mit AGP-Steckplatz (bis einschließlich der 2001er QuickSilver-Modelle) bietet das texanische Unternehmen eine Doppelprozessorkarte mit zwei G4-CPUs mit 1,2 GHz Takt an. Wie bei Sonnet steht den Prozessoren ein 2 MByte großer Level-3-Cache zur Seite. Ob die Prozessorkarte auch im Cube arbeitet, steht noch nicht fest. PowerLogix überprüft noch, ob dessen Netzteil genug Leistung liefert. Die schon länger erhältliche 1-GHz-Dual-Prozessorkarte funktioniert dagegen bereits in Apples Würfel-Rechner. Für die gleichen Rechnermodelle bietet PowerLogix zukünftig auch eine Einprozessorkarte mit den Taktraten 800 MHz, 1 und 1,2 GHz an.

Auf Basis von IBMs PowerPC-750fx-Prozessor, auch als G3 bekannt, stellte PowerLogix Upgrades für Power Macs G3 und G4 ohne AGP-Slot sowie das letzte G3-PowerBook (Codename "Pismo") vor. Diese Prozessorkarten bringen ein halbes MByte Level-2-Cache mit. L3-Cache unterstützt die G3-CPU nicht. Besonderheit der Pismo-Variante: Der CPU-Takt lässt sich softwaremäßig ohne Neustart des Systems zwischen 300 und 800 MHz variieren. Dies soll die Akkulaufzeit des PowerBook um bis zu 30 Minuten verlängern. Preise für die Porzessorkarten hat PowerLogix noch nicht bekannt gegeben. (adb)