IBM-Steuermann Staudt gibt das Ruder ab

An der Spitze von IBM Deutschland gibt es einen ĂĽberraschenden FĂĽhrungswechsel.

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Von
  • Torge Löding

An der Spitze von IBM Deutschland gibt es einen überraschenden Führungswechsel. Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung Erwin Staudt wird mit sofortiger Wirkung von Walter Raizner abgelöst. Dieser ist damit verantwortlich für das gesamte operative Geschäft der deutschen Tochter des Computergiganten IBM und berichtet direkt an Mark Elliott, General Manager IBM EMEA (Europe, Middle East, Africa). Staudt hingegen übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz der IBM Deutschland und soll sich nach Firmenangaben verstärkt um Kunden insbesondere im Bereich der Politik und Verwaltung kümmern.

"Die Anforderungen von Kunden, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit an das Unternehmen erfordern eine Neuaufstellung auch des Managements der IBM Deutschland", heißt es kurz und knapp in einer Firmenmitteilung zu den Gründen des Chef-Wechsels. Branchenbeobachter spekulieren, dass Staudt nicht mehr der richtige Mann für die vom neuen Boss bei Big Blue -- Sam Palmisano, der im März 2002 das Amt übernahm -- eingeleitete aggressive Expansionsstrategie war.

Staudt hat sich durch seine guten Kontakte in der deutschen Politik und vor allem mit seinem Engagement für die Initiative D21 einen Namen gemacht. Sein Nachfolger Walter Raizner war zuvor als General Manager der Storage Products Division für das weltweite Speichergeschäft der IBM mit Sitz in Somers (New York) zuständig. Der Diplom-Kaufmann arbeitet seit 1984 für IBM. (tol)