Apple will Deutschland-Geschäft ausbauen

Apple will seine Position in Deutschland durch neue Vertriebswege und eine offensivere Vermarktung stärken.

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  • JĂĽrgen Kuri

Apple will seine Position in Deutschland durch neue Vertriebswege und eine offensivere Vermarktung stärken. Angesichts der wirtschaftlichen Flaute bei den klassischen Apple-Kunden wie Werbeagenturen, Grafikern und Multimedia-Firmen will Apple verstärkt in anderen Segmenten Fuß fassen, sagte Frank Steinhoff, Chef von Apple Deutschland, in einem dpa-Gespräch. "Die Krise in dieser Branche schlägt sich natürlich auch in den Bestellungen für unsere Computer nieder", beschreibt Steinhoff die Zwickmühle, in der Apple hierzulande steckt.

Großes Potenzial für neue Kunden sieht Apples Deutschland-Chef vor allem bei Arztpraxen, Architekturbüros oder Apotheken. Zu einem Massenlieferanten für die Firmenkunden will Apple in Deutschland aber auch in Zukunft nicht werden: "Wir sind nicht Fujitsu Siemens." Andere, eher auf einen Massenmarkt zielende Vertriebswege als bislang gewohnt schlägt Apple allerdings seit kurzem ein: Mac-Systeme werden seit Dezember auch über Geschäfte der Telekom und von Vobis vertrieben.

Weltweit hat Apple im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Netto-Verlust von acht Millionen US-Dollar bei einem um sieben Prozent gestiegenen Umsatz verbucht. In Europa hat sich das Geschäft nach Angaben von Steinhoff gut entwickelt. Zum ersten Mal seit acht Quartalen habe es in dieser Region wieder ein Wachstum gegeben. Besonders gut läuft nach Worten von Steinhoff weiterhin das Geschäft mit Laptops. Einen Umsatzschub erhofft sich der Konzern in den nächsten Monaten von neuen Notebooks, die Konzernchef Steve Jobs auf der Macworld in San Francisco vorgestellt hatte. (jk)