US-Senatoren für Erweiterung des Funknetz-Frequenzbereichs

Mit dem "Jumpstart Broadband Act" sprechen sich zwei US-Senatoren für die Erweiterung des Frequenzbereichs vom 802.11a-Funknetz um 255 MHz aus.

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Von
  • Patrick Brauch

Mit dem "Jumpstart Broadband Act" sprechen sich zwei US-Senatoren für die Erweiterung des Frequenzbereichs für Funknetze nach IEEE 802.11a (54 MBit/s brutto im 5-GHz-Band) um 255 MHz aus. Die Vergrößerung des Frequenzbereichs soll laut dem republikanischen Senator George Allen aus Virginia eine stärkere Akzeptanz für die schnelleren Funknetze erreichen. "Unsere Hoffung ist es, den Bedarf der Konsumenten von Breitband-Geräten zu erhöhen und die Telekommunikations-Unternehmen und die Wirtschaft allgemein zu stimulieren", sagte Allen.

Brian Tolly von der Tolly Group, einem auf Netzwerke spezialisierten Marktforschungsunternehmen und Test-Labor, teilt Allens Ansicht dagegen nicht. Seiner Meinung nach ist der momentan weit verbreitete 802.11b-Standard etabliert und lasse sich so schnell nicht verdrängen. Zwar bietet der 802.11a-Standard mit 54 MBit/s die fast fünffache Übertragungsrate, doch die meisten heute erhältlichen Wireless-Geräte haben noch den 802.11b-Chipsatz implementiert. "Ich sehe keinen Exodus von der momentan installierten Basis", ergänzte Tolly.

Hinzu komme, dass die Reichweite von 802.11a deutlich begrenzter sei. Das wiederum sehen andere Experten aber nicht als Nachteil: "Eingeschränkte Reichweite ist nichts schlechtes", sagt Tim Nolle, Präsident des Consulting-Unternehmens CIMI, "in einer idealen Welt möchte man, dass das eigene Funknetz nur bis zur Haustür reicht -- und nicht weiter." (pab)