Hacker stiehlt Daten von Auslandsstudenten

Die University of Kansas hatte gemäß der Anti-Terror-Gesetze persönliche Daten aller ausländischen Studenten erhoben.

vorlesen Druckansicht 125 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Bereits am 17. Januar ist es einem Hacker gelungen, auf personenbezogene Daten von 1450 Auslandsstudenten der University of Kansas zuzugreifen. Die Daten, die im Rahmen der "Homeland Security"-Initiative der US-Regierung erhoben werden, sollen eigentlich der "präventiven Terrorbekämpfung" dienen. Die Auslandsstudenten der University of Kansas hatten hierfür Fragebögen ausgefüllt, in denen unter anderem Pass-, Immatrikulations- und Sozialversicherungsnummer abgefragt wurden, so ein Bericht der Online-Ausgabe des Wall Street Journal.

Die Universität hat den Vorfall erst fünf Tage nach dem Hacker-Angriff an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet, die nun versuchen, dessen Identität zu ermitteln. Laut Experten besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Daten zur Herstellung falscher Ausweisdokumente genutzt werden -- schließlich seien auch den Behörden die Namen der 1450 betroffenen Personen bekannt. Gasim Bukhari, Präsident der Muslimischen Studentenvereinigung, rät den Betroffenen dennoch zur Vorsicht: "Sie sollten auf jeden Fall auf ihren jeweiligen Aufenthaltsort achten. Falls jemand ihre Identität annimmt, sollten sie in der Lage sein zu beweisen, dass sie an einem anderen Ort waren." (sha)