Microsoft reduziert Bestellungen für Xbox-Chips

Focus Enhancements, Hersteller der neuen Video-Encoder-Chips für die Spielkonsole Xbox, kann im ersten Halbjahr 2003 nicht mit Bestellungen aus Redmond rechnen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Focus Enhancements, Mitte vergangenen Jahres zum neuen Lieferanten des Video-Encoder-Chips für Microsoft Spielkonsole Xbox auserkoren, hat schlechte Neuigkeiten: Microsoft hat dem Hersteller mitgeteilt, er dürfe im ersten Halbjahr 2003 nicht erwarten, dass die Redmonder FS454-Chips abnehmen würden. Noch im November hatte Focus Enhancements erklärt, Microsoft werde die ersten Lieferung von Chips im ersten Quartal 2003 abrufen.

Der Chiphersteller hat nun nach einem Bericht des Wall Street Journal erklärt, Microsoft sehe zwar die Verkaufsziele bei der Xbox erfüllt -- aber die Verkäufe lägen am unteren Ende der Prognosen. Daher werde es im ersten Halbjahr 2003 auch weniger Bestellungen bei den Zulieferern für die Herstellung der Spielkonsole geben. Genauere Zahlen zu den Lieferabkommen mit Microsoft will Focus Enhancements bei der Vorstellung der Geschäftszahlen Anfang März bekannt geben.

Microsoft hatte bei der Bekanntgabe der eigenen Geschäftszahlen Mitte Januar erfreut mitgeteilt, man habe insgesamt bislang 8 Millionen Xbox-Spielkonsolen absetzen können; in Europa sieht Microsoft die Xbox gar auf Rang zwei vor Nintendos GameCube. Die Umsätze der Spielkonsolen-Sparte stiegen von 960 Millionen auf 1,327 Milliarden US-Dollar; trotzdem dürfte der Konzern mit der Xbox noch weiter Verluste machen. Die Umstellung auf die Chips von Focus Enhancements diente unter anderem dazu, die Produktion der Spielkonsole zu verbilligen. (jk)