Alcatel erneut mit Milliardenverlust

Der französische Telecomausrüster hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr als 4 Milliarden Euro Verlust bei sinkendem Umsatz aufgehäuft.

vorlesen Druckansicht 14 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Der französische Telecomausrüster Alcatel hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr als 4 Milliarden Euro Verlust bei sinkendem Umsatz aufgehäuft. Für 2003 erwartet CEO Serge Tchuruk anhaltend schwierige Marktbedingungen. Als Folge des erneuten erheblichen Nachfrageschwundes nach Telekom-Ausrüstungen seit Mitte vergangenen Jahres sei mit einem Geschäftsrückgang der gesamten Branche von 15 Prozent zu rechnen. Tchuruk bekräftigte jedoch sein Ziel, im laufenden Jahr erstmals seit längerem wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen.

Der Nettoverlust des Alcatel-Konzerns belief sich im vergangenen Jahr auf 4,75 Milliarden Euro nach 4,96 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz fiel auch durch Verkäufe von Unternehmensteilen um 34,7 Prozent auf 16,55 Milliarden Euro. Durch den Umbau des gesamten Konzerns soll die Beschäftigtenzahl nach früheren Angaben bis Ende 2003 auf 70.000 sinken. Das sind fast 30.000 weniger als Ende 2001.

Im vierten Quartal 2002 erzielte Alcatel einen Betriebsgewinn von 20 Millionen Euro im Vergleich zu 368 Millionen Euro Miesen vor Jahresfrist. Der Nettoverlust belief sich auf 1,12 Milliarden Euro gegenüber 1,35 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging von 6,77 Milliarden Euro auf 4,51 Milliarden Euro zurück. An der Pariser Börse sank der Alcatel-Kurs am Dienstag zwischenzeitlich um 6,10 Prozent auf 6,31 Euro.

Für das laufende erste Quartal 2003 erwartet Tchuruk einen Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent, negative Währungseffekte durch den deutlichen Kursverlusts des US-Dollar eingeschlossen. Als Folge des Sparkurses soll der Betriebsverlust geringer ausfallen als im Vorjahresquartal. Ziel ist eine Gewinnschwelle von monatlich 3 Milliarden Euro. (anw)