Der weltweite Chipmarkt erfĂĽllt die Erwartungen
Das Jahr 2002 führte tatsächlich zu dem von der Semiconductor Industry Association vorher angekündigten leichten Aufschwung.
"Der Aufschwung hat im vierten Quartal 2001 begonnen und führte im vergangenen Jahr zu einem Wachstum von 1,3 Prozent", resümiert SIA-Präsident George Scalise die vergangenen Monate. In absoluten Zahlen ermittelte die Semiconductor Industry Association im gesamten Jahr 2002 einen Gesamtumsatz mit Chips von 140,7 Milliarden US-Dollar.
Zur Hochstimmung des Präsidenten passen auch die Zahlen des Schlussviertels 2002: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent von 36,9 Milliarden auf 37,6 Milliarden US-Dollar, teilt die SIA mit. Eindrucksvoller ist der Vergleich mit dem vierten Quartal des Vorjahres, der 23 Prozent Wachstum ergibt. Insgesamt haben sich die im November 2001 überraschend positiven Schätzungen der SIA für das vergangene Jahr bewahrheitet.
Den größten Schub erlebte der Chip-Branche durch das "energische Wachstum" der drahtlosen Kommunikation wie WLAN-Produkte. Aber auch bei den PCs, in die 30 Prozent der Chip-Produktion verbaut werden, deute sich ein steigendes Wachstum an, denn die Unternehmenskunden "kehren zum Markt zurück", wie es die SIA ausdrückt.
Geografisch gesehen bleibt Asien-Pazifik der mit 29 Prozent im Jahresvergleich am schnellsten wachsende Markt, der mittlerweile einen Weltanteil von 36 Prozent hat und damit Amerika hinter sich gelassen hat. Dort ging der Chipverkauf im Jahr 2002 um 13 Prozent zurĂĽck, in Japan und Europa jeweils um 8 Prozent. Die geringere Nachfrage sei unter anderem auf die Auslagerung der Chipproduktion auf den asiatischen Markt zurĂĽckzufĂĽhren. (anw)