Telekom-Chef Ricke räumt in Dachgesellschaft auf
Unter anderem soll die Zentrale von Europas größtem Telekommunikationskonzern von derzeit 4000 Beschäftigten auf rund 1000 verkleinert werden.
Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke wird die Dachgesellschaft des Konzerns radikal verschlanken. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen vom Dienstag ist vorgesehen, die Zentrale von derzeit 4000 Beschäftigten auf rund 1000 zu verringern. Der größte Teil der betroffenen Mitarbeiter soll in der Festnetztochter T-Com einen Arbeitsplatz finden. Die Pläne wollte die Telekom offiziell nicht kommentieren. Die Einschnitte sollen aber stärker ausfallen als noch von Interims-Chef Helmut Sihler vorgesehen.
Mit der Verschlankung der Holding setzt Europas größtes Telekom-Unternehmen die von Ricke Ende 2002 angekündigten Änderungen an der Konzernspitze um. Betroffen sind die Bereiche Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, Kommunikation und Recht. Nachfolger für den Chef-Regulierer der Telekom, Hans-Willi Hefekäuser, soll nach einem Bericht des Handelsblatt dessen Stellvertreter Frank Schmidt werden.
Die Konzernspitze wird künftig als reine Management-Holding fungieren. Die operative Verantwortung verlagert Ricke in die vier Divisionen Mobilfunk, Festnetz, Online und Systemgeschäft. Im Konzernvorstand sind alle vier Spartenchefs vertreten, hinzu kommen neben dem Vorstandschef noch die Bereiche Finanzen und Personal. Zwei weitere Vorstandsposten wurden gestrichen. (dpa) / (jk)