IBM will der Wirtschaftskrise trotzen

In einem Interview bekräftigt der IBM-Chef Samuel J. Palmisano seine Absicht, trotz der Wirtschaftskrise kein Sparprogramm zu machen. Über die Hälfte der Mitarbeiter soll sogar Gehaltserhöhungen erhalten.

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Von
  • Gerald Himmelein

In einem Interview hat IBM-Vorstandschef Samuel J. Palmisano erklärt, IBM werde trotz Wirtschaftskrise neue Mitarbeiter einstellen und das bestehende Bonusprogramm fortführen.

"Etwa 60 Prozent aller IBM-Mitarbeiter erhalten eine Gehaltserhöhung", erklärte Palmisano der Wirtschaftswoche; Führungskräfte seien davon weltweit ausgenommen. Von Gehaltskürzungen halte er nichts; insbesondere vergraule man dadurch Neueinstellungen. In Deutschland wurden die Gehälter rückwirkend zum 1. Juli um 1,9 Prozent angehoben.

Der EDV-Konzern setze weiterhin auf "Innovationen" und wolle zu diesem Zweck qualifizierte Ingenieure einstellen. FĂĽr IBM sei schon jetzt abzusehen, dass das laufende Jahr nach 2007 ein weiteres "Rekordjahr" werde.

Palmisano ist der Ansicht, seine Vorgehensweise habe Vorbildscharakter. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation müsse man in die Infrastruktur investieren und dort sparen, wo es wirklich sinnvoll sei: So habe IBM etwa durch eine Umstellung auf energiesparendere Computer eine Milliarde US-Dollar an Energiekosten einsparen können. (ghi)