CeBIT will Besuchern die Registrierung mit Extras schmackhaft machen

Wer seine persönlichen Daten und Interessengebiete preisgibt, darf beispielsweise einen Online-Organizer auf der CeBIT-Homepage nutzen.

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Von
  • Holger Dambeck

Die weltgrößte Computermesse in Hannover führt eine Registrierung ihrer Besucher ein. Allerdings ist die Preisgabe von Name, Adresse und Interessengebieten freiwillig. Der Registrierungszwang auf der Münchner IT-Messe Systems 2002 hatte für Unmut unter Besuchern gesorgt, der sich durch einen unverlangt zugesandten Newsletter noch verstärkte.

Dies alles wurde in Hannover beim CeBIT-Veranstalter Deutsche Messe AG offenbar aufmerksam wahrgenommen. Die Konsequenz: Der Besuch des Messegeländes und die Benutzung der Website sollen auch ohne Registrierung möglich sein. CeBIT-Sprecherin Gabriele Dörries erklärte, nur wer zusätzliche, individuell zugeschnittene Dienste auf der Homepage nutzen wolle, müsse sich online registrieren. Dies bedeute aber nicht, dass die Daten automatisch zu Marketingzwecken genutzt würden. Nur wer ausdrücklich zustimme, erhalte Informationen zugesandt, betonte Dörries.

Als Belohnung für die Online-Registrierung winkt unter anderem der so genannte Messeplaner, ein via Browser nutzbarer Online-Organizer. Besucher können darin beispielsweise Adressen aus der Ausstellerdatenbank und Veranstaltungstermine aus dem Messekalender per Mausklick übernehmen und manuell ergänzen. Über kurzfristige Änderungen und Terminverschiebungen will die Messe direkt im Organizer informieren. Wer möchte, kann die Daten auch auf seinen PDA übertragen.

Die freiwillige Registrierung zur CeBIT ist nur online möglich. Eine aufwendige Erfassung der Besucher auf dem Messegelände wird die Deutsche Messe AG erst zur im April stattfindenden Industrie-Messe starten. Dann können sich Besucher nach der Anmeldung auf Wunsch ein persönliches Namensschild ausdrucken lassen, das auf Ausstellerständen als elektronische Visitenkarte dient. Auf der vergangenen Systems war ein ähnliches System im Einsatz. Aussteller konnten sich von der Messegesellschaft ein Lesegerät mieten und damit den 3D-Barcode auf den Besucherausweisen scannen. (hod)