13,3-Zoll-Notebook mit 10 Stunden Laufzeit
Das X360 mit 13,3-Zoll-Display wiegt 1,3 kg und soll mit einer Ladung des Standardakkus zehn Stunden durchhalten. Samsung unterstreicht damit den Anspruch, stabile und leichte Notebooks zu bauen, lässt aber auch das ein oder andere daran vermissen.
Das neue Highend-Subnotebook von Samsung heißt X360 und soll ab Oktober für Preise ab 1600 Euro in den Handel kommen. Das 1,7 bis 3,1 cm schmale keilförmige Gehäuse ist in Schwarz gehalten, die Deckelaußenseite bietet Samsung auch in einem matten Metallic-Rot an. Die Außenhaut besteht aus einer Magnesiumlegierung, der Deckel aus Aluminium.
Das 13,3-Zoll-Display hat die übliche Auflösung von 1280 × 800 Punkten und soll bis zu 300 cd/m2 hell leuchten. Das reicht für draußen, mit matter statt der eingebauten spiegelnden Oberfläche wäre das noch komfortabler gewesen. Die Tastatur zeigt das übliche 19-mm-Raster normaler Keyboards und soll wegen Silberionen-Zugabe in den Tasten den Bakterien besonders wenig Nistplätze bieten.
13,3-Zoll-Langlauf-Notebook von Samsung (8 Bilder)

Mit dem Standardakku von 6 Zellen gibt Samsung eine Laufzeit von knapp über zehn Stunden an. Ein Hochkapazitätsakku, der wohl aus dem Gerät herausragt, soll das X360 sogar 13 Stunden lang versorgen. Diese Laufzeit bei gleichzeitig geringem Gewicht gelingt nur mit besonders stromsparendem Inenleben. Die Centrino-2-Hardware besteht aus dem ULV-Doppelkernprozessor U9300 mit 1,2 GHz, zusammen mit aktueller Chipsatzgrafik X4500. Die Rechenleistung liegt damit unter der von großen Mittelklasse-Notebooks, doch die zwei Kerne und die brauchbare Chipsatzgrafik dürften für die meisten Anwendungen außer Spiele ausreichen.
Samsung stattet das X360 entweder mit einer 120-GByte-Festplatte in 1,8-Zoll-Bauform aus oder im teureren Modell mit einer Solid-State-Disk, die 128 GByte fasst. Samsung erwähnte beim IFA-Launch des X360 einen Preis von rund 2000 Euro für dieses Edelmodell an, was angesichts der derzeit noch hohen Preise für eine SSD dieses Fassungsvermögens nicht teuer scheint.
Ein Notebook mit dieser Kombination aus geringem Gewicht, langer Laufzeit und der Fläche von 31 cm × 23 cm ist verglichen mit der Ausstattung großer Notebooks nur mit Abstrichen möglich. Ein optisches Laufwerk fehlt dem X360, was vielleicht viele Anwender noch verschmerzen können, schließlich bietet der Hersteller ein externes an. Doch der Verzicht auf UMTS-Anbindung ist eines Highend-Geräts nicht würdig - bei anderen Geräten nicht nur dieser Klasse ist das Standard. Auf Nachfrage gibt Samsung an, gegen Ende des Jahres nachrüsten zu wollen.
An Ports findet man an den schmalen Seiten USB, sowohl VGA als auch HDMI, ExpressCard/34, LAN und einen Cardreader. Andere wichtige Schnittstellen wie eSATA lagert Samsung in eine Dockingstation aus, die unter das Gerät passt.
Das X360 erweitert die Palette an besonders leichten Edel-Subnotebooks mit 13,3-Zoll-Display, einer Geräteklasse, die sich wegen der großen Tastatur und der brauchbaren Display-Größe an Nutzer richtet, die auch unterwegs ein einigermaßen ergonomisches Notebook wollen. In diese Klasse gehört auch das Macbook Air, das etwas weniger als 1,5 kg wiegt, aber mehr Rechenleistung als das X360 bietet.
Das Lenovo Thinkpad X300 fällt wegen seines integrierten optischen Laufwerks auf und mit der Auflösung von 1440 × 900. Sony kontert mit dem VGN-Z11 inklusive eingebautem DVD-Brenner, noch höherer Rechenleistung als das MacBook Air und einem 13-Zoll-Display im 16:9-Format (13,3-Zoll-Panels haben 16:10) mit der enormen Auflösung von 1600 × 900. Kaufkräftige Kunden haben also jetzt die Wahl aus 13- oder 13,3-Zoll-Geräten, von denen jedes einen anderen Schwerpunkt bietet. (jr)