Telefónica Móviles weist Milliardenverlust aus
Abschreibungen in Milliardenhöhe haben der spanischen Telefónica Móviles die Jahresbilanz 2002 gründlich verhagelt.
Abschreibungen in Milliardenhöhe haben der spanischen Telefónica Móviles die Jahresbilanz 2002 gründlich verhagelt. Die Mobil-Tochter des Telefonica-Konzerns wies für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 3,72 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von rund 893 Millionen Euro verbucht. Allein 5,05 Milliarden Euro schrieb das Unternehmen für Wertberichtigungen und die Umstrukturierung seiner Aktivitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ab. Ohne diese Sonderbelastung hätte der Gewinn 1,41 Milliarden Euro betragen.
Im vierten Quartal des zum 31. Dezember abgelaufenen Geschäftsjahres 2002 erwirtschaftete Telefónica Móviles einen Nettogewinn von 198,7 Millionen Euro, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Minus von 24,5 Millionen Euro oder 11 Prozent bedeutet. Den Quartalsumsatz steigerte das Unternehmen um drei Prozent von 2,24 Milliarden Euro auf 2,31 Milliarden Euro. Der Jahresumsatz stieg um 8,7 Prozent auf 9,14 Milliarden Euro.
In Deutschland hatte Telefónica Móviles gemeinsam mit der finnischen Sonera den Mobilfunkanbieter Quam gegründet. Ausgestattet mit einer von sechs UMTS-Lizenzen aber ohne Kundenstamm sollte den etablierten Telekommunikationsunternehmen hierzulande das Fürchten gelehrt werden. Doch nur ein halbes Jahr später verabschiedete sich der Mobilfunk-Spätstarter nach einem Gastspiel voller Pech und Pannen wieder von der Bühne: Die Gesellschafter hatten angesichts hoher Verluste die Geduld mit ihrem deutschen Projekt verloren und legten das Neugeschäft auf Eis. (pmz)