Riesenverlust für Telia Sonera

Die gescheiterten UMTS-Pläne in Deutschland haben den schwedisch-finnischen Telecom-Konzern Telia Sonera tief in die roten Zahlen gedrückt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die gescheiterten UMTS-Pläne in Deutschland haben den schwedisch-finnischen Telecom-Konzern Telia Sonera tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Konzern fuhr wegen einer komplett als Verlust abgeschriebenen deutschen UMTS- Lizenz im vergangenen Jahr ein Minus von 48 Milliarden Kronen (5,3 Milliarden Euro) ein. Ein Jahr zuvor hatten beiden Unternehmen zusammen noch einen Gewinn von 5,3 Milliarden Kronen erwirtschaftet.Ohne die von Sonera in Finnland vor der Fusion mit Telia erworbene und später wieder abgegebene Lizenz betrug der Vorsteuerverlust 8 Milliarden Kronen.

Sonera hatte in Deutschland gemeinsam mit Telefónica Móviles für rund 16 Milliarden Mark eine von sechs UMTS-Lizenzen ersteigert und den Mobilfunkanbieter Quam gegründet Nur ein halbes Jahr später verabschiedete sich der Mobilfunk-Spätstarter nach einem Gastspiel voller Pech und Pannen jedoch wieder: Die Gesellschafter hatten angesichts hoher Verluste die Geduld mit ihrem deutschen Projekt verloren und legten das Neugeschäft auf Eis. Vorstandschef Anders Igel nannte die Verluste aus dem gescheiterten UMTS-Engagement in Deutschland einen "fast nicht fassbaren" Betrag. (wst)