Neuer US-CTO setzt auf Innovationsförderung
Aneesh Chopra soll Präsident Obama bei der Modernisierung veralteter Infrastrukturen beraten und deren Umsetzung begleiten.
Mit dem 37-jährigen Politikwissenschaftler Aneesh Chopra hat Barack Obama erstmals einen Chief Technology Officer für die USA ernannt. Chopra werde "technische Innovationen fördern, die bei der Lösung unserer dringendsten Aufgaben helfen sollen", erklärte der Präsident bei der Amtseinführung. Seitdem hat sich Chopra vor allem darum gekümmert, den Einsatz der Informationstechnik zur Verbesserung des US-Gesundheitssystems, der Bildungslandschaft und der Energieinfrastruktur des Landes voranzutreiben.
Im Interview mit der Online-Ausgabe von Technology Review äußerte sich Chopra nun zu seiner Aufgabe, den Nutzen der Informationstechnik für 300 Millionen Amerikaner zu steigern. "Präsident Obama ist der Meinung, dass Informationstechnik und Innovation eine erhebliche Rolle für ein großes Spektrum von Aufgaben spielen. Wir hatten zwar schon eine IT-Initiative des Weißen Hauses, aber die jetzige Regierung betrachtet die Möglichkeiten von IT in einem größeren Zusammenhang."
Chopra ist dem Wissenschaftsberater John Holdren unterstellt, berät Obama aber auch direkt in IT-Fragen von allgemeiner politischer Bedeutung. Vivek Kundra, Chief Information Officer (CIO) der US-Regierung, kümmert sich hingegen nur um den Einsatz von IT, um das Regierungswesen offener und effizienter zu machen. Chopra glaubt nicht, dass seine Aufgabe, etwa beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur, zum Papiertiger wird: "Es geht nicht darum, einfach nur Leitungen zu verlegen und die Netzkapazitäten zu vergrößern. Unsere Teams in den Abteilungen Handel und Landwirtschaft arbeiten mit der privaten Wirtschaft zusammen, um noch mehr zu erreichen."
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(bsc)