Online-Gaming auf dem Vormarsch

Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Zahl der Online-Gamer laut einer Studie von Nielsen/Netratings verdoppelt -- Deutschland steht dabei an der Spitze.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

In Europa setzt sich das Spielen mit Gleichgesinnten ĂĽber das Internet mehr und mehr durch. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen/Netratings verdoppelte sich die Gesamtzahl der Online-Spieler in GroĂźbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Schweden und den Niederlanden innerhalb nur eines Jahres von 2,8 Millionen Anfang 2002 auf mehr als 5,9 Millionen im Januar 2003.

Nielsen/Netratings analysierte dazu die Aktivitäten (Besucherzahlen, Nutzungsdauer) auf europäischen Online-Gaming-Seiten und verglich diese mit Vorjahreswerten. An der Spitze der Nutzer von Online-Gaming-Angeboten stehen demnach zurzeit gemeinsam Deutschland und Frankreich mit jeweils über 1,5 Millionen Usern (Vorjahr: 1,0 beziehungsweise 0,8 Millionen), gefolgt von den Niederlanden und Großbritannien mit jeweils mehr als einer Million Nutzern. Den größten Zuwachs verzeichneten die Niederlande, wo sich die Zahl der Online-Spieler gegenüber dem Vorjahr nahezu vervierfachte.

Im Land der Tulpen verbrachten Online-Gamer nach den Nielsen-Zahlen auch die meiste Zeit mit Online-Spielen im Internet: Nahezu zwei Stunden daddelten niederländische Spieler im Schnitt im Januar auf Seiten wie Zylomgames.com oder ea.com (Electronic Arts). Die durchschnittliche Spieldauer der Besucher von Zylomgames.com betrug sogar fünf Stunden und fünfundzwanzig Minuten.

Interessant ist in den Niederlanden zudem die Geschlechterverteilung der Online-Spieler: Anders nämlich als im restlichen Europa, wo Online-Gaming mit einem Verhältnis von vier zu eins klar eine Männer-Domäne darstellt, spielen niederländische Frauen und Mädchen laut Nielsen genauso häufig wie ihre männlichen Pendants im Land über das Internet mit- und gegeneinander.

Ein Grund, warum Gamer immer öfter online spielen, ist laut Nielsen der zunehmend hohe Grad an Breitbandzugängen in Europa. Auch das gestiegene Angebot im Vorfeld der Online-Offensiven der Spielekonsolen-Hersteller in diesem Frühjahr sieht Nielsen als treibenden Faktor. (pmz)