Hochempfindlicher TB-Schnelltest

US-Mediziner haben einen Schwindsucht-Detektor entwickelt, der bereits nach 30 Minuten genaue Ergebnisse liefert.

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Eine der schlimmsten Seuchen der Gegenwart ist die Tuberkulose. Nach Schätzungen der Weltgesundsheitsorganisation WHO fielen ihr 2006 rund 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Um eine Infektion durch Mycobakterien festzustellen, sind allerdings teure und zeitraubende Tests notwendig. In Entwicklungsländern, die von Tuberkulose häufig stärker betroffen sind, fehlt meist sogar die technische Ausstattung für solche Tests.

US-Medizinern könnte nun in der Diagnose der Lungenkrankheit ein Durchbruch gelungen sein, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Sie haben ein tragbares Gerät konstruiert, das selbst bei nur 20 Bakterien in einer Probe aus den Atemwegsschleimhäuten (dem Sputum) anspricht – und das nach nur einer halben Stunde.

Die Entwicklung des "Bakterienzählers" haben Ralph Weissleder von der Harvard Medical School und Hakho Lee vom General Hospital geleitet. Herzstück des Geräts sind magnetische Nanopartikel und ein Detektor, der mit einer vereinfachten Magnetresonanztomografie arbeitet. "Wir haben uns die Tuberkulose vorgenommen, weil schon ein Bakterium ausreicht, um die Krankheit ausbrechen zu lassen, es aber bisher keine Nachweisverfahren gibt, die empfindlich genug sind", sagt Lee.

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(bsc)