NASA plant Mini-AKWs auf Mond und Mars

Erste Komponenten für einen kompakten Reaktor wurden erfolgreich getestet und könnten 2020 einsatzbereit sein.

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Forscher des US-Energieministeriums und der NASA haben erstmals zentrale Technologien getestet, mit denen sich ein Nuklearreaktor zur Versorgung einer mit Astronauten besetzten Basis auf fernen Planeten aufbauen lassen soll, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Die Untersuchungen, die auf die Versorgung bemannter Mond- und Marsmissionen abzielen, bestätigten den Wissenschaftlern zufolge, dass ein solches System bis 2020 gebaut werden könnte – "und zwar sicher, verlässlich und effizient", wie die NASA betont. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen wieder Amerikaner auf dem Mond landen.

Das geplante Mini-AKW kombiniert die Kernspaltung zur Wärmeerzeugung mit einem Stirlingmotor. Ein mögliches Kühlsystem und die Übertragung der notwendigen Hitze wurden nun erstmals in einem kleineren Modell getestet. Dabei wurde die gewünschte Nennleistung sogar noch übertroffen. Zudem testeten die Forscher die Nutzung der Technik unter Weltraumbedingungen im Vakuum und bei hoher Strahlenbelastung.

Ein echter Reaktor als Wärmequelle wurde bislang allerdings noch nicht verwendet – das soll später kommen. Zunächst soll nun das Gesamtsystem zusammengesetzt und bis 2014 weiter geprüft werden. Die Idee der Nutzung der Atomkraft im Weltraum ist bereits alt – schon in den späten Fünfzigerjahren sollte die Technik im Rahmen des "Project Orion" einen neuartigen Antrieb ermöglichen. Die NASA gab an, die Kernspaltung sei nur ein mögliches Energieversorgungssystem für zukünftige Weltraumbasen. Auch die Sonnenenergie spiele weiterhin eine wichtige Rolle.

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(bsc)