Facebook-Nutzer klagen gegen Weitergabe ihrer Daten

Fünf Facebook-Nutzer sind in den USA vor Gericht gegangen, da Facebook durch die Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte angeblich gegen Verbraucherschutzgesetze verstößt.

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Fünf Facebook-Nutzer sind laut einem Zeitungsbericht wegen angeblich mangelnden Datenschutzes gegen das Social Network vor Gericht gegangen. Sie klagen beim kalifornischen Orange County Superior Court, da Facebook gegen die in dem Bundesstaat gelten Verbraucherschutzgesetze verstoße, wenn Nutzer-Daten zu kommerziellen Zwecken an Dritte weitergegeben werden. Die Kläger, darunter zwei Minderjährige, eine Schauspielerin und ein Fotograf, verlangen Schadenersatz, da Facebook nicht das von Nutzern und von der Öffentlichkeit zu erwartende Datenschutzniveau einhalte, berichtet das Wall Street Journal.

Facebook hatte Anfang dieses Jahres für Unruhe unter den Nutzern gesorgt, weil es sich in neuen Nutzungsbedingungen das Recht einräumen wollte, auch nach Erlöschen eines Accounts die dort hinterlegten Inhalte weiterverwenden zu dürfen. Nach einer Online-Abstimmung ließ das Social Network den Nutzern ihre Rechte. Die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart zeigte sich im Juli besorgt darüber, dass es zwar einfach sei, einen Facebook-Account zu aktivieren, es aber unklar sei, wie die Daten gelöscht werden können. Wenn Facebook die Daten ehemaliger Nutzer für eine unbestimmte Zeit speichere, verstoße das Netzwerk gegen kanadische Gesetze. (anw)