NetApp meldet leichten UmsatzrĂĽckgang und benennt neuen CEO

Das erste Quartal des Geschäftsjahres schloss der Storage-Hersteller mit einem Umsatz von rund 840 Millionen US-Dollar ab und blieb damit vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Tom Georgens wurde zum neuen Präsidenten und CEO von NetApp berufen.

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Tom Georgens, Präsident und CEO, NetApp

(Bild: NetApp)

Das am 31. Juli 2009 beendete erste Quartal des Geschäftsjahres 2010 schloss der Storage-Hersteller NetApp mit einem Umsatz von 838 Millionen US-Dollar ab und blieb damit rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Den Nettogewinn gemäß GAAP konnte NetApp hingegen um annähernd 50 Prozent auf 52 Millionen US-Dollar steigern. Die Bruttomarge kletterte auf über 62 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert der letzten fünf Jahre.

Während das reine Produktgeschäft mit den Speichersystemen um 13 Prozent auf 478 Millionen US-Dollar zurückging, konnte der Hersteller bei Software, Wartung und Services zwischen 10 und 14 Prozent zulegen, auf insgesamt 359 Millionen US-Dollar. NetApp hielt die Erlöse auf dem heimischen US-Markt – der gut die Hälfte des Gesamtumsatz ausmacht – stabil, hingegen gingen die Umsätze in der Region EMEA um sieben Prozent zurück, im asiatisch-pazifischen Raum sogar um 14 Prozent.

"Angesichts der ökonomischen Rückschläge hat sich NetApp im ersten Geschäftsquartal gut geschlagen. Unsere Umsatzentwicklung war deutlich besser als die in der gesamten Storage-Branche", erklärte Tom Georgens, der frisch gebackene Präsident und CEO von NetApp. Das Board of Directors hatte den bisherigen Präsidenten und COO mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger von Dan Warmenhoven ernannt, der nach 15 Jahren an der Unternehmensspitze künftig den Posten des Chairman bekleiden wird.

Fortschritte habe NetApp nach Einschätzung von Georgens vor allem bei der Vermarktung seiner Techniken für die Daten-Deduplizierung gemacht. Weit über 7000 Kunden hätten die Technik mittlerweile im Einsatz. Mit seinen Bemühungen, dass Angebot im Bereich Deduplizierung durch die Übernahme von Data Domain zu erweitern, scheiterte der Hersteller jedoch und musste sich dem Konkurrenten EMC geschlagen geben.

Unterdessen führt NetApp seine Bemühungen fort, Vertriebspartner stärker in das Servicegeschäft einzubinden, aus dem sich der Hersteller selbst – aus strategischen Erwägungen – sukzessive zurückziehen will. Zuletzt trugen Service nur gut 23 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die Bruttomarge lag mit 51 Prozent deutlich unter der anderer Geschäftssegmente. Das Partnergeschäft hingegen ist für NetApp von wesentlich größerer Bedeutung: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wickelte der Konzern fast 70 Prozent seiner Erlöse über Partner ab – darunter Hersteller wie IBM oder auch die großen Distributoren Arrow und Avnet. Eine kürzlich lancierte Neuauflage des Partnerprogramms ist speziell auf die Veränderungen in Sachen Servicegeschäft ausgelegt. Für Authorized Professional Service Partner (APSP) sind demnach künftig Zertifizierungen verpflichtend. Damit soll die Qualität der erbrachten Dienstleistungen gegenüber den NetApp-Kunden sichergestellt werden, wie der deutsche Channel-Manager Dieter Schmitt gegenüber heise resale erklärte. (map)