US-Börsenaufsicht bohrt bei Lucent nicht weiter nach

Der Telecom-Ausrüster kommt aus dem Untersuchungsverfahren wegen angeblicher Bilanzfälschungen glimpflich davon.

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Lucent Technologies hat sich mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) geeinigt. Der Telekommunikationsausrüster teilt mit, er müsse kein Bußgeld zahlen und bekomme auch keine anderen Strafen aufgebrummt. Außerdem müssten die überprüften Bilanzen nicht neu dargelegt werden. "Wir haben die SEC selbst schnell über die Ergebnisse der Überprüfung unserer Bilanzen informiert", sagt CEO Patricia Russo, die froh ist, dass ihre Firma glimpflich davongekommen sei und sich nun ausschließlich auf das Geschäft konzentrieren kann. Die Verinbarung muss aber noch von der SEC abschließend genehmigt werden.

Lucent hatte Ende Dezember 2001 seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres nachträglich nach unten korrigiert. Der Umsatz hatte nur 8,7 Milliarden US-Dollar betragen, während er zuvor auf 9,4 US-Milliarden Dollar beziffert worden war. Daraufhin hatte die Börsenaufsicht Untersuchungen eingeleitet, die Ende vergangenen Jahres noch vertieft wurden. (anw)