Anzeichen der Erholung im Grafikkartenmarkt
Der Markt fĂĽr Grafikkarten erholt sich anscheinend, wenn auch langsam: 16,81 Millionen Karten setzten die Hersteller im zweiten Quartal dieses Jahres ab. Auf zwei von dreien rechnet ein Grafikchip von Nvidia.
Der Markt dedizierter Desktop-Grafikkarten scheint sich langsam zu stabilisieren, wie aktuelle Zahlen von Jon Peddie Research zeigen. So setzten die Grafikkartenhersteller im zweiten Quartal 2009 mit 16,81 Millionen Einheiten rund drei Prozent mehr als im ersten Quartal (16,32 Mio.) des Jahres ab. Im Vergleich zum desaströsen Q4 2008 (15,2 Mio.) entspricht dies sogar einer Absatzsteigerung von 10 Prozent. Dennoch kommen die Verkäufe nicht an die guten Zahlen des Vorjahresquartals heran, in dem die Hersteller insgesamt 19,78 Millionen Grafikkarten in Kundenhände brachten.
Nahezu zwei von drei Grafikkarten (64 Prozent) besitzen dabei eine GPU vom kalifornischen Chiphersteller Nvidia. Jedoch verlor das Unternehmen im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres rund vier Prozent Marktanteil, die direkt auf das Konto des Konkurrenten AMD (35 Prozent) wanderten. Andere Hersteller wie Matrox und S3 Graphics spielen mit insgesamt einen Prozent nur eine verschwindend geringe Rolle am Markt.
Absatzzahlen fĂĽr den gesamten Grafikchipmarkt (inklusive Chipsatzgrafik) lieferte Jon Peddie Research bereits Ende Juli. Daraus geht hervor, dass im zweiten Quartal 2009 weltweit insgesamt 98,3 Millionen Grafikchips verkauft wurden. AMD liegt dabei mit 18,4 Prozent Marktanteil noch hinter Nvidia (29,2 Prozent) und Intel (51,2 Prozent). (mfi)