Games-on-Demand-Dienst OnLive startet Beta-Test
OnLive will zukünftig Spiele direkt ins Wohnzimmer streamen. Ob Server und Internet-Anbindungen schnell genug arbeiten, soll ein öffentlicher Beta-Test in den USA zeigen.
Wenn es nach OnLive geht, sollen Spiele zukünftig nicht mehr auf Konsolen und PCs installiert werden, sondern nur noch auf Online-Servern laufen. Um die Leistungsfähigkeit ihres Systems zu prüfen, hat OnLive in den USA nun einen öffentlichen Beta-Test gestartet. Bewerber, die das 18. Lebensjahr abgeschlossen und einen festen Wohnsitz in den USA haben, können sich auf der Webseite des Unternehmens anmelden. Gesucht werden Anwender mit PC- und Mac-Systemen, verschiedenen Monitor-Konfigurationen und Internet-Anbindungen.
Zum Betrieb von OnLive ist keine separate Hardware nötig. Ein Browser-Plugin für Windows oder Mac nimmt die Eingabebefehle von Tastatur und Joystick entgegen, leitet sie an den Server weiter, der wiederum die Grafik und den Sound zurück zum Anwender streamt. Eine schnelle Videocompression soll dafür sorgen, dass es zwischen der Eingabe und Ausgabe zu keiner spürbaren Verzögerung kommt. Für VGA-Auflösung sei eine Leitung mit 1,5 MBit/s, für 720p derweil 5 MBit/s nötig.
Mit Hilfe von OnLive soll es möglich werden, rechenintensive PC-Spiele wie Crysis selbst auf leistungsschwachen Netbooks mit allen Effekten spielen zu können. Ebenso kommen Mac-Anwender in den Genuss bislang nicht portierter PC-Spiele. Von den größeren Publishern haben bislang Atari, Codemasters, Eidos, Electronic Arts, Epic Games, Take 2 Interactive, Ubisoft und Warner ihre Unterstützung zugesagt. (hag)