Steve Jobs ist zurück auf der Apple-Bühne

Elf Monate nach seinem vorigen öffentlichen Auftreten während einer Produktpräsentation hat der Apple-Chef gestern wieder das Heft in die Hand genommen. In einem Interview äußerte er sich zu seiner Gesundheit und zu den vorgestellten Produkten.

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Elf Monate nach seinem vorigen öffentlichen Auftritt hat Apple-Chef Steve Jobs am gestrigen Mittwoch in San Francisco die jüngste Produktvorstellung seiner Firma wieder selbst in die Hand genommen. Jobs hatte sich Anfang 2009 für ein halbes Jahr wegen Gesundheitsproblemen zurückgezogen. Er bestätigte gestern, eine neue Leber erhalten zu haben und rief zu Organspenden auf. Jobs war im Juni an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt, hatte bislang aber öffentliche Auftritte vermieden.

In einem Interview mit dem Tech-Journalisten David Pogue von der New York Times sagte Jobs nach der Vorstellung neuer iPods und von iTunes 9, er fühle sich gut. Er müsse aber noch 15 kg zunehmen und esse viel Eiscreme. Seine Auszeit habe nicht zu einer Entwicklungsverzögerung bei Apple geführt. Es seien einige "wirklich gute" Produkte zu erwarten.

Zu der Frage, warum der iPod touch nicht wie erwartet nun eine Kamera enthält, sagte Jobs, die Verbraucher sähen den MP3-Player als Spielkonsole, und so werde das Gerät nun auch vermarktet. Der iPod touch biete den kostengünstigsten Weg in Apples App Store, so habe sich sein Unternehmen darauf konzentriert, den Preis zu senken. Der iPod nano enthalte eine Video- und nicht eine Fotokamera, da nur die für eine Videokamera verfügbaren Sensoren dünn genug seien, um in das flache Gerät eingebaut werden zu können. Dagegen gebe es keine geeigneten Sensoren für Fotokameras mit ausreichender Auflösung und Autofokus.

Jobs bezweifelt laut dem Interview weiterhin, dass die Zeit für E-Book-Reader reif sei. Für spezielle Aufgaben gedachte Geräte hätten zwar ihre Vorteile, aber die Verbraucher seien nicht für sie zu zahlen bereit. Momentan sei der E-Book-Markt für Apple noch nicht groß genug. Es sei bezeichnend, dass Amazon noch keine Verkaufszahlen für seinen Reader Kindle bekannt gegeben habe. (anw)