Napster 2 kann kommen

Der Roxio-Chef Chris Gorog, der einen Neustart der ehemaligen Musiktauschbörse plant, hat das Einverständnis der Musikindustrie für sein Geschäftsmodell.

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Die Zeit für Online-Musikdienste ist gekommen, meinen Vertreter der Musikindustrie und anderer Wirtschaftszweige, die sich auf dem Digital Music Forum in New York getroffen haben. Dies meinte dort auch der CEO von Roxio, Chris Gorog, in seiner Keynote. Die Plattenfirmen seien einverstanden mit dem Geschäftsmodell seiner Firma, einzelne Musikstücke zum Download und zum Brennen auf CD anzubieten, berichten US-amerikanische Medien. Um welche Firmen es sich handelt, wird nicht berichtet.

Damit wäre eine wichtige Voraussetzung für den Neustart von Napster geschaffen. Der Multimediaspezialist Roxio will die ehemalige Tauschbörse wiedereröffnen. Vom Namen abgesehen wird von ihr wenig übrig bleiben: Zunächst soll Napster als Client-Server-Anwendung laufen -- also als ganz normaler Download-Dienst. Zu einem späteren Zeitpunkt will man auch Peer-to-Peer-Features einbauen.

Sean Ryan, CEO von Listen.com, meint, mit verschiedenen Geschäftsmodellen müsse auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden. Neben Abonnement-Diensten solle es die Möglichkeit geben, mit geringeren monatlichen Fixkosten sporadisch einzelne Musikstücke zu kaufen. Dieser Meinung ist auch Chris Gorog. Nun wird die Musikindustrie und die Branche der Online-Dienste wohl mit Spannung abwarten, wie sich der geplante Service von Apple bewähren wird. (anw)