Australischer Telecom-Konzern Telstra soll zerschlagen werden
Der australische Telekommunikationsminister verlangt eine Trennung des Leitungsgeschäfts vom Endkundengeschäft. Andernfalls solle Telstra nicht an dem geplanten Breitbandnetzwerk beteiligt werden.
Der australische Telecom-Konzern Telstra Ltd soll zerschlagen werden. Stephen Conroy, Minister für Breitband, Kommunikation und die Digitale Wirtschaft verlangt laut Mitteilung eine Trennung des Leitungsgeschäfts vom Endkundengeschäft. Andernfalls soll Telstra nicht an dem geplanten Breitbandnetzwerk im Wert von 43 Milliarden australischen Dollar (25 Milliarden Euro) beteiligt werden. Die Aktien fielen daraufhin um fünf Prozent. Telstra-Chef David Thodey äußerte sich enttäuscht, kündigte aber Kooperation mit den Behörden an.
Der frühere Monopolanbieter ist der größte Telecom-Konzern Australiens. Er wurde 2006 privatisiert. Konkurrenzunternehmen werfen Telstra überhöhte Gebühren für die Nutzung des Netzwerks vor. "Wir glauben, dass wir damit für alle ein gutes Ergebnis erzielen: für Telstra, seine Aktionäre, und insgesamt für die australische Bevölkerung", sagte Conroy. Die Regierung hatte vor wenigen Monaten Pläne für ein landesweites Breitbandnetz entwickelt. Das soll die Kupferdrahtverbindungen von Telstra überflüssig machen. (dpa) / (anw)