Gehalt des IBM-Chefs deutlich gesunken

Im Verhältnis zu seinem Vorgänger Louis V. Gerstner muss sich IBM-Chef Samuel J. Palmisano mit deutlich geringeren Bezügen zufrieden geben.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

IBM-CEO Samuel J. Palmisano muss sich mit deutlich geringeren Bezügen zufrieden geben als sein Vorgänger Louis V. Gerstner. Nach Informationen des Wall Street Journal zahlte Big Blue Palmisano im vergangenen Jahr einschließich Bonusleistungen ein Gehalt von 5,9 Millionen US-Dollar. Gerstner (61), der IBM Anfang der 90er Jahre saniert, wieder Milliardengewinne eingefahren und den Konzern zum weltgrößten Anbieter von Computer-Dienstleistungen gemacht hatte, konnte sich im Jahr zuvor noch über rund zehn Millionen US-Dollar freuen. Für 2002 erhielt Gerstner neben Chairman-Bezügen in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar zudem noch einen Aktienbonus im Wert von 12,9 Millionen US-Dollar.

Anders als Gerstner, der einst vom US-Tabak- und Nahrungsmittelkonzern RJR Nabisco abgeworben wurde, arbeitet der 51-jährige Palmisano seit 1973 bei IBM. Der frühere Verkäufer machte rasch Karriere und hat fast alle Sparten geführt. Seit der Übernahme der Konzernführung im März 2002 hat Palmisano die PricewaterhouseCoopers Consulting für 3,5 Milliarden US-Dollar gekauft und damit die IBM-Dienstleistungssparte weiter gestärkt -- sie ist mittlerweile die wichtigste Geschäftssparte. Palmisano vereinbarte auch den Verkauf der Festplatten-Laufwerksparte an Hitachi und übertrug die Desktop-PC-Produktion auf Fremdhersteller.

Für 2003 wurde Palmisano, der seit Anfang des Jahres auch den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden beim größten Computer-Hersteller der Welt bekleidet, eine Option auf insgesamt 300.000 IBM-Aktien zu einem Ausgabepreis von 97,6 US-Dollar gewährt. Der derzeitige Kurs der IBM-Aktie liegt mit 75,7 US-Dollar allerdings deutlich unter dem Optionspreis. Zurzeit besitzt Palmisano 702.117 ausführbare "In-the-Money"-Aktienoptionen im Wert von 21 Millionen US-Dollar (Stand: Ende 2002) sowie 482.501 derzeit nicht-ausführbare Aktienoptionen. Vorgänger Gerstner hält 5,7 Millionen "In-the-Money"-Aktienoptionen im Wert von 147,6 Millionen US-Dollar. (pmz)