Microsofts Verschmelzung mit Navision soll bis zum Sommer abgeschlossen sein
"Das ist ein Zug, der mit Volldampf fährt", meint der Chef von Microsoft Business Solutions in Deutschland, Jürgen Baier.
Ein Jahr nach der Übernahme des dänischen Softwarehauses Navision will Microsoft die Integration mit dem SAP-Konkurrenten erfolgreich bewältigt haben. "Das ist ein Zug, der mit Volldampf fährt", sagte der Chef von Microsoft Business Solutions in Deutschland, Jürgen Baier, heute auf der CeBIT (Halle 4, Stand C38). "Wir glauben, dass dieser Prozess bis zum Sommer abgeschlossen ist." Microsoft hatte im Juli 2002 knapp 1,5 Milliarden Euro für Navision bezahlt. Unmittelbar vor der CeBIT hatte der ehemalige Navision-Chef Preben Damgaard seinen Abschied von Microsoft verkündet, wo er nach der Übernahme als Manager für das Europageschäft in der Unternehmenssoftware-Sparte verantwortlich war.
Baier betonte, Microsoft werde die Produkte von Navision weiterführen. "Darauf können sich unsere Kunden verlassen." Gleichzeitig werde Microsoft Business Solutions neue Funktionalitäten entwickeln und an einem ganz neuen System ("Next Generation") arbeiten. Seit der Übernahme durch Microsoft seien die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um das Neunfache gestiegen.
Der Softwarekonzern versucht durch ein Leasing-Programm mit null Prozent Zinsen den Absatz seiner Produkte zu befördern. "Wir wollen aufhören mit dem Gejammere, dass es allen schlecht geht und auf dieser CeBIT die richtigen Impulse setzen", sagte Baier. Besonders attraktiv sei die neue Microsoft-Software für den Umgang mit Kunden, das so genannte Customer Relationship Management (CRM). Außerdem könnten mittelständische Betriebe damit auch ohne den Einsatz eines eigenen Controllers die Finanzdaten ihres Unternehmens so transparent machen, dass sie beispielsweise von den Banken bei einer Kreditvergabe nach den neuen "Basel-II"-Richtlinien akzeptiert würden. (dpa) / (anw)