Yahoo holt sich Know-how für seinen E-Mail-Dienst

Der Internetdienstleister will seinen E-Mail-Dienst um Foto-Sharing erweitern und übernimmt dafür das Unternehmen Xoopit.

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Der US-amerikanische Internetdienstleister Yahoo übernimmt das 2006 gegründete Startup Xoopit, das Technik für Foto-Sharing anbietet. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben, das Wall Street Journal hat nach eigenen Angaben einen Preis von rund 20 Millionen US-Dollar in Erfahrung gebracht.

Die Xoopit-Technik will dem Problem beikommen, dass Nutzer in ihren E-Mail-Postkasten viele Fotos lagern und diese im Wust der E-Mails verschüttet werden. Mit Hilfe von Xoopit sollen sie ihre Bilder einfach sichten, verwalten und anderen zeigen können. Yahoo bietet Nutzern seines E-Mail-Dienstes die Technik seit Dezember 2008 in einem begrenzten Betatest an. Demnächst soll er weltweit verfügbar sein. Das passt zu der voriges Jahr ausgegebenen Strategie, das Yahoo-Angebot "neu zu verdrahten und damit sozialer zu machen".

Yahoo-Manager Bryan Lamkin beschreibt Yahoo Mail als eine der größten Foto-Lagerstätten der Welt. Es sei nicht jedermanns Sache, Fotos über Social Networks zu tauschen. E-Mails seien eigentlich nicht dafür geschaffen, aber Xoopit ändere dies. Für Gmail-Nutzer sollen die Xoopit-Funktionen verfügbar sein, bis sie vollständig in die Yahoo-Infrastruktur aufgenommen sind; es werden keine neuen Gmail-Nutzer mehr aufgenommen. (anw)