DIN A4 fürs Internet

Die Initiative 1dok lädt am Dienstag, dem 18. März, zwischen 10 und 13 Uhr zu Fachvorträgen und Podiumsdiskussion über ein einheitliches, standardisiertes Dateiformat für Office-Dokumente.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Erstmals lassen sich Vertreter führender Softwarefirmen auf eine Diskussion mit der Initiative 1dok ein. Am Dienstag, den 18. März, zwischen 10 und 13 Uhr geht es bei Fachvorträgen und Podiumsdiskussion über ein einheitliches, standardisiertes Dateiformat für Office-Dokumente. Ort des Geschehens soll der 1dok-Messestand im Future Park in der Messehalle 11 sein.

Die Initiative, das sich neben institutionellen Mitgliedern, darunter Länderministerien und die private Initiative Bundesrepublik.org, zurzeit aus rund zweihundert Privatpersonen zusammensetzt, hat sich die Vision DIN A4 fürs Internet auf die Fahnen geschrieben. Als Erfolg sollen die Bemühungen das Ende unverträglicher DOC-, XLS-, SDW-, WPS-, 123- und weiterer Dateiformate einläuten und dadurch den universellen Informationsaustausch zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden vereinfachen. Die 1dok-Webseite präsentiert zwar bereits Schemata für ein formloses Anschreiben auf Basis der extensible Markup language XML sowie des Ressource Description Framework RDF, doch als das wichtigste Ziel betrachten es die Aktivisten, inhaltliche Vorschläge für zweckmäßige Dokumentenmerkmale zu präsentieren.

Dieses Mal konnten die Initiatoren für ihre CeBIT-Veranstaltung erstmals auch Firmenvertreter gewinnen, die dem Ansinnen bislang eher die kalte Schulter gezeigt haben: Am Dienstag soll sowohl der OpenOffice-Unterstützer Sun als auch der Quasimonopolist Microsoft in einer Podiumsdiskussion Farbe bekennen Beide Firmen offerieren jetzt oder demnächst Office-Suiten, die konsequent auf XML-strukturierte Dokumente setzen. Man darf gespannt sein, welche Chancen man in dieses Softwareschmieden für die Vereinheitlichung von Dateiformaten sieht. (hps)