US-BĂĽrgerrechtler: DVD-Kopien sind legal

Die Electronic Frontier Foundation meint, Kopien von DVDs als Backup oder fĂĽr den Unterricht sind keine Umgehung des US-amerikanischen Urheberrechts.

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Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist der Meinung, das Anfertigen von privaten DVD-Kopien als Backup sei legal. Die Bürgerrechtler haben zusammen mit den Organisationen Public Knowledge und Computer Professionals for Social Responsibility (CPSR) bei einem US-Gericht beantragt, es möge dies bestätigen, damit eine entsprechende Änderung des US-Urheber- und Copyright-Gesetzes Digital Millennium Copyright Act (DMCA) vorgenommen werden kann. Das Bundesgericht von Nord-Kalifornien in San Francisco will den Fall am 25. April anhören.

Die EFF unterstĂĽtzt damit eine Klage der US-amerikanischen Firma 321 Studios gegen mehrere Hollywood-Studios vom April 2002. Die Firma will gerichtlich feststellen lassen, dass ihre DVD-Backupsoftware DVD X Copy keine zentralen Bestimmungen des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) verletzt, indem sie ihre Kunden illegalerweise darin unterstĂĽtzt, Raubkopien von DVDs anzufertigen.

"Viele Menschen nutzen DVD-Kopierprogramme und umgehen dabei nicht Urheberrechts-Bestimmungen", teilt die EFF mit. Videofilmer fertigten sich Sicherheitskopien oder Hochschullehrer vervielfältigten DVDs für den Unterricht, heißt es. "Wir müssen erreichen, dass Software, die das Kopieren im Sinne des fair use ermöglicht, verfügbar ist." Das Urheberrecht müsse einen Ausgleich zwischen öffentlichem und privatem Interesse schaffen, doch die derzeitige Auslegung des DMCA störe diese Balance.

Dieser Meinung ist die Motion Picture Association of America offenbar nicht. Sie reichte im Dezember eine Gegenklage gegen 321 Studios ein und will damit verhindern, dass die Firma ihre Software weiter vertreiben darf. (anw)