US-Senatoren wollen Online-Casinos den Geldhahn zudrehen
US-Politiker wollen erreichen, dass Kreditkarten-Unternehmen nicht mehr an Spielbanken im Internet bezahlen.
In den USA befasst sich nun auch ein Ausschuss des Senats mit den Internet-Spielbanken. Führende Politiker der Republikaner wie auch der Demokraten im Committee on Banking, Housing and Urban Affairs unterstützen einen Gesetzesentwurf, nach dem Kreditkarten-Unternehmen oder Online-Bezahldienste keine Geschäfte mit Internet-Casinos abwickeln dürfen. Ein entsprechendes Gesetz vom vergangenen Jahr wird derzeit auch in einem Ausschuss des Repräsentantenhauses behandelt.
Den US-amerikanischen Gesetzgebern liegt nach eigenen Aussagen das finanzielle Wohlergehen der Bürger am Herzen, da eine Gewinnausschüttung im Internet schwer zu garantieren sei. Ein Problem, dass angesichts eines jährlichen Umsatzes von schätzungsweise vier Milliarden US-Dollar weltweit jeden Tag dringlicher werde, zumal mindestens die Hälfte davon durch US-Bürger verursacht werde.
Fast alle der 1800 Internet-Casinos hätten ihren Sitz außerhalb der USA, weshalb sie außer Reichweite der Gesetze sind. Deshalb versuchen die Politiker, den Hebel bei den Bezahlsystemen anzusetzen. Einige Kreditkarten-Unternehmen verweigerten bereits freiwillig die Zahlung an Internet-Casinos. Kritiker befürchten, die Spieler suchten sich nun andere Bezahlwege. Daher verlangen sie, die Politiker sollten, statt Verbote zu erlassen eher versuchen, das Spielen im Internet zu regulieren. (anw)